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Blackwall - s/t · 1.08.10

Blackwall s/t

CD, Faba Records

Die Schweizer Blackwall haben also ihr erstes Album veröffentlicht. Die Scheibe kommt in einem coolen Pappklappcover daher und auch das in schwarz-weiss gehaltene Artwork spricht für sich. Das einzige Manko, das sich mir auf den ersten Blick auftut ist die Tatsache, dass kein Booklet und somit auch keine Texte beiliegen.

Tracklist:

1. Torn
2. Burn
3. Price To Pay
4. Sick Of Life
5. Mesh Of Lies
6. Bloody Submarine
7. Set The Score
8. Without A Cause

Nach einem witzigen Intro brettern Blackwall gleich kompromisslos durch die Lande und überzeugen mit einer brachialen Mischung aus Hardcore und Metal, die vor allem von den angepissten, tiefen Vocals des Shouters lebt. Entstanden ist die Band aus verschiedenen lokalen Bands, die sich aufgelöst haben. Blackwall sind also nichts anderes als Freunde, die gemeinsam Musik machen und zusammen Spass haben. Schön, dass sie nun auch ein so tolles Album im Gepäck haben und mit Faba Records sogar ein Label finden konnten, welches den Silberling rausbringt. Rein musikalisch betrachtet gibts hier permanent was auf die Mütze, klare Ansagen und eine Marschrichtung, die einiges an Verwüstung nach sich ziehen. Blackwall sind deutlich metallisch orientiert, vergessen dabei aber auch nicht, den harten Core aka Hardcore gebührend in ihren Tracks zu verbauen.

Die Aufnahme ist gut gelungen und somit haben die Songs ausreichend Druck und Power, um dem Hörer die Nase ins Gesicht zu drücken. Kompromisse waren gestern, heute gibts Blackwall und zwar direkt aufs Ohr und frontal in die Fressleiste. Schwedische Killer-Riffs treffen hier auf wüste Aggressionen, die von dunklem Death-Metal mit erhobener Flagge zu Grabe getragen werden. Und auch wenn die Jungs das Tempo mal für kurze Zeit zurücknehmen, die Härte geht zum Glück zu keiner Zeit verloren. Auch wenn ihr jetzt versucht seid zu denken, dass es sich bei Blackwall ja aller Wahrscheinlichkeit nach nur um eine weitere mittelprächtige Band im Metalcorezirkus handelt, so sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass sie mit Standard-Gegumpe absolut gar nichts am Hut haben. Intensive Breakdowns, wüstes Gebell und schwedische Einflüsse à la At The Gates sorgen hier für ein sprichwörtliches Rumpeln in der Kiste, das nicht zu verachten ist.

FAZIT: Blackwall aus Biel liefern hier eine bodenständige und solide Leistung ab, die sich nicht vor anderen Metal(core)bands verstecken braucht. Die Band schafft es nämlich, den Funke überspringen zu lassen, besonders auch deshalb, weil sie ihrem Metalcore diese thrashige, düstere Note verpasst haben, die ihn unverkennbar werden lässt. Das Album bekommt ihr für 10 Euro oder 15 CHF, indem ihr eine Email an blackwall@gmx.ch schreibt. Holt Euch das Teil, es lohnt sich, vor allem für Leute, die auf Maroon, Heaven Shall Burn und Konsorten stehen.

This is the bloody submarine!

Blackwall@Myspace

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