
O.M.T. - Anamantium · 8.03.10
CD, Rising Records
Screaming through the locked and broken doors, my cries die silent. Under boards in the cupboards in these halls with the darkness. White pain you sit in shame cause the told you too. In darkness I’m in blood and pain and I’m still the one to blame. I was born ready amongst the fires of hell…
Tracklist:
01. That New Reality
02. Peel Your Skin Away
03. Shattered Dreams And Promises
04. Break Shake
05. Blue Eyed Love
06. Heroes Among The Dead
07. Carpe Diem
08. The Ballad Of Thomas Brookman
09. Cheats And Liars
10. Windows To Your Soul
11. Near Death
Metal aus Grossbritannien, also aus dem Land in dem im Normalfall eher Punk- oder Indierockbands gedeihen. Da sind wir ja mal gespannt, was O.M.T. zu bieten haben. Die drei Buchstaben stehen übrigens für Our Malevolent Tyranny. Naja, ehrlich gesagt hat mich das Artwork der Scheibe schon ein wenig stutzig gemacht, da es sich hierbei um ein eher durchschnittliches Metalcover handelt, welches einen Totenkopf mit Dornenkrone zeigt. Jetzt nachdem ich mir die Scheibe einmal durchgehört habe, weiss ich, wieso ich gleich von Beginn an ein komisches Gefühl in der Magengegend hatte. O.M.T. klingen ziemlich trivial. Sie gehen beim Songwriting nach einem sehr einfachen Schema vor. Man nehme ein paar Metalriffs, reihe diese belanglos aneinander und lege ein wenig zweistimmigen Gesang darüber. Klingen so nicht auch noch 349739745439 andere Bands? Erwarten darf man hier ein aggressives Gekreische und die übliche Mixtur aus Metal und Hardcore, landläufig auch unter dem Begriff “Metalcore” bekannt oder verhasst, wie auch immer. O.M.T. klingen jedenfalls als möchten sie besonders hart und tough rüberkommen, aber irgendwie wird man dabei das Gefühl nicht los, dass dieses ganze Spektakel doch ein wenig zu aufgesetzt rüberkommt. Stilistisch darf man die Briten irgendwo zwischen Pantera und Testament ansiedeln, wobei die Tracks schon ziemlich groovig klingen und mächtig auf die Kacke hauen. Aber trotz allem, kann ich mit dem Album überhaupt nicht warm werden. Das Ganze hört sich für meinen Geschmack viel zu sehr wie ein Abklatsch von dem an, was man schon etliche Male auf dem Tisch hatte. Und die melodischen Vocals sind ohnehin sehr gewöhnungsbedürftig.
FAZIT: Ihr müsst hier mal selbst reinhören und entscheiden, ob ihr damit leben könnt. Mir fehlt das gewisse Extra und der zweistimmige Gesang passt mir gar nicht ins Konzept, weil die cleanen Vocals nämlich absolut fehl am Platze sind und die Songs sehr überinszeniert aussehen lassen. Hätten die sich mal auf reines Aggro-Shouting konzentriert, hätte das vielleicht eine bessere Note gegeben…nicht so ganz meine Wellenlänge, sorry.
I am carving away the bullshit to find a new reality.

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