
Siambok - Liberación · 6.03.10
CD, Eigenproduktion
I know that your life is no picnic right now, that you struggle every day to survive somehow. But it is worth hanging on, don’t you think, lad? I’d do anything to make you smile again and see you glad. When you won’t even take music as a remedy, I make it no secret: You look already dead to me!
Tracklist:
01. Take It Out On Me
02. Après Vous Le Déluge
03. It Is Mine
04. Zwischenspiel
05. Step Up, Sucker
06. The Loving World
07. Dave
08. Plumb Loco
09. I Don’t Think
10. Crocodile
11. At My Feet
Siambok stammen aus Tuttlingen und haben ein ziemlich facettenreiches, neues Album im Gepäck. Man merkt, dass die Band sich absolut nicht an Trends orientiert, sondern aus einem ziemlich grossen Pool an verschiedenartigen Stilen schöpft. Schubladisierungen wären hier demnach ziemlich fehl am Platz. Ich kann versuchen zu beschreiben, was den Hörer hier erwartet. Gleichmal vorweg, man darf bei “Liberación” mit recht vielseitigen Einflüssen rechnen. Am stärksten ins Ohr sticht mir dabei eine überschwengliche Ladung an alternativen Rocktunes, die mit elektronischen Spielereien und poppigen Gitarrenklängen aufgewertet wurden. Jeder Track klingt anders und erzählt seine eigene, kleine Geschichte, was ich sehr faszinierend finde. Alltägliches Songwriting scheint für die Jungs ein Fremdwort zu sein, denn Sie machen sich wohl viel mehr Gedanken darum, wie sie die Tracks am besten arrangieren könnten. Ich muss zugeben, dass das hier zwar nicht die Musik ist, die ich tagtäglich konsumiere, aber dennoch haben es Siambok geschafft, mich zu faszinieren, was in der heutigen Zeit eigentlich eher bei wenigen Bands der Fall ist. Die ungewöhnlichen Melodien werden mit einer melancholisch klingenden Stimme unterlegt, die diverse Zustände in Frage zu stellen scheint. Somit wird klar, dass Siambok dafür stehen, dass das Leben immer schnellebiger wird und die Einflüsse um uns herum täglich vielschichtiger werden. Man kann auf zwei Arten damit umgehen, man kann sich ihnen öffnen und sie nutzen oder man kann sich ihnen verschliessen. Und weil Siambok sich diesen Einflüssen geöffnet haben, stechen sie deutlich aus dem grossen Haufen von Bands heraus. Besonders schön finde ich auch die verträumten Tracks wie zum Beispiel “The Loving World”. Da kommen einem fast die Tränen, so schön ist dieser Song (mit glockenheller Frauenstimme im Hintergrund!).
FAZIT: Der Sound hier lebt von den vielschichtigen Einflüssen, die die Band hier verwurstet hat und dank der guten Produktion kommen die elektronischen Effekte bestens rüber, ohne dass das Ganze überproduziert wirkt. Auch Synthesizer oder Streicher kommen gelegentlich zum Einsatz, so dass nun wirklich klar geworden sein sollte, wie variativ Siambok wirklich klingen. Checkt die Jungs mal aus und hört selbst…
There is a crocodile in your cupboard!















